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Urlaub im Zigeunerwagen

29. September 2009

Für Freunde des langsamen Reisens bietet sich neben dem Fahrrad oder dem Schuh auch ein Urlaub im Zigeunerwagen an. Meine erster Gedanke war, dass es zum alleinigen Steuern einer Kutsche etwas Übung bedarf, da es sich bei Pferden bekanntlich um Lebewesen handelt, denen ein ungeübter Kutscher mehr Schaden als Freude bereiten kann. Nach der Recherche auf ein paar Webseiten habe ich diesen Gedanken „ad acta“ gelegt. Da finden sich Zitate wie: „Nach einer gründlichen praktischen Unterweisung (Prinzip: vormachen, nachmachen, üben) sind Sie in der Lage, selbständig mit Pferd und Wagen umzugehen und Ihr Gespann sicher über die Straßen und Wege der Altmark zu lenken.“ oder “Macht nichts, wenn Sie nicht viel Erfahrung mit Pferden haben, dafür haben unsere Pferde umso mehr Erfahrung mit Menschen!”

Wer unsicher im Umgang mit Pferden ist, dem kann vom Reiseveranstalter auch ein technischer Assistent an die Hand gegeben werden. Dieser Helfer ist nicht als Kutscher sondern eher als Trainer zu verstehen. Urlaub im Zigeunerwagen wird in verschiedenen Gegenden Deutschlands wie der Altmark, der Uckermark oder auch in anderen europäischen Ländern.

Ich selbst habe noch keinen Urlaub im Zigeunerwagen verbracht. Auf der Reise durch die virtuelle Urlaubswelt bin ich zufällig über die Angebote gestolpert. Verschiedene Fahrradtouren liegen hinter mir oder auch diverse Reisen in die Sahara. Vor allem auf den Fahrradtouren habe ich das langsame Reisen zu schätzen gelernt. Bei einem Urlaub im Zigeunerwagen würde ich den Veranstalter nach den folgenden Kriterien auswählen:

– Gegend verkehrsarm und weitläufig ohne wesentliche Berge (mit Google Earth prüfen)
– Anzahl der veranstalteten Touren oder Anzahl der Kutschen am Hof (ist die Reiseart stark verbreitet oder eher exostisch?)
– Art der Route und Stationen (freie Wahl oder feste Route, „wildes Campen“ möglich, Zusatzkosten bei den Stationen?)
– Reise allein oder im Konvoi?