Restaurant Tübingen
helge 11. November 2009
Ich kenne nicht viele Restaurants in Tübingen. Unser Besuch in der Kelter war eher Zufall. “Hier können wir doch mal reingehen”, dachten wir uns ohne Hintergedanken. Somit ist dieser Bericht auch nichts anderes als eine Momentaufnahme.
Von außen ist das Gebäude ein Fachwerkhaus, von innen nahezu vollständig entkernt offenbart sich eine große Halle, in die geschmackvoll mit Holz eine Etage wie eine Brücke eingezogen wurde. Das Mobiliar ist robust, wirkt alles insgesamt recht neu. Eine bezaubernde Architektur macht aber noch kein gutes Restaurant.
Was die Kelter zu einem guten Restaurant in Tübingen macht: die Karte ist abwechslungsreich, zu jedem Gericht gibt es eine konkrete Weinempfehlung. Der Service war aufmerksam und scheinbar von Herzen freundlich und offen. Die Karte lässt auch vegetarische Herzen höher schlagen und es gibt auf der Dessertkarte mehr als Eis. Die Küche erlaubt Einblicke und man kann sehen und schmecken, dass auch die Köche mit Spass an der Arbeit sind. Positiv ist, dass die Karte wöchentlich wechselt und stark von saisonalen Aspekten abhängig ist. Eigentlich auch eine Selbstverständlichkeit für ein Restaurant, wo noch richtig gekocht wird.
Die sind aber zumindest in einigen Gegenden in Deutschland anscheinend vom Aussterben bedroht. Zumindest gilt das für Restaurants, die ihre Leistungen zu normalen Preisen anbieten. Auch das gilt für die Kelter in Tübingen.















