Ökologischer Fußabdruck Trenthorst

30. November 2010

„Der Ökologische Fußabdruck ist eine zusammenfassende Messgröße für den Ressourcenverbrauch der Bevölkerung eines Landes.“ (Quelle) Der Quelle ist weiterhin zu entnehmen, dass die weltweite Nutzung biologisch produktiver Fläche pro Person 1,7 ha beträgt. Wir Deutschen brauchen 4,5 ha und haben im Inland gerade einmal 0,45 ha pro Person zur Verfügung. Zu den relevanten Gütern, die wir importieren müssen gehören neben Lebens- und Futtermitteln, fossile Energie (z.B. Kohle, Gas, Öl) und andere flächenintensive Rohstoffe. Das machen andere sogenannte hochentwickelte Länder nicht anders und leben wie wir über ihre Verhältnisse. Für eine nachhaltige Entwicklung müssen wir die Effizienz unseres Ressourcenverbrauchs deutlich erhöhen.

Der Deutsche Ökologische Fußabdruck wird in einem Projekt in Trenthorst (Schleswig-Holstein, zwischen Lübeck und Hamburg) in einem Landschaftspark dargestellt. Das Gut Tranthorst ist seit gut 10 Jahren Sitz des Instituts für Ökologischen Landbau. Auf rund 1,5 Hektar wird der Umriss von Deutschland maßstabsgetreu abgebildet. Die „Staatsgrenze“ wird mit einer Hecke aus 500 Rotbuchen gestaltet, die gerade gepflanzt werden. Im Laufe des Projektes, das ein Teil der internationalen Gartenausstellung Hamburg im Jahr 2012 werden soll, werden weitere Module auf der Freifläche und den Gebäuden des ehemaligen Gutshofes Trenthorst gebaut werden.

Der Ökologische Fußabdruck soll ein deutliches Zeichen für Nachhaltigkeit werden. Schon jetzt kann jeder seinen Beitrag abliefern. Auf der Nachbildung der Bundesrepublik wurde dort, wo sich Trenthorst befindet, frei nach Martin Luther ein Apfelbaum gepflanzt und daneben ein Briefkasten für Wünsche gestellt, der symbolträchtig täglich um 5 vor 12 geleert wird.

Trenthorst ist gut über die Autobahn 1 zu erreichen. Und wenn man die 208 Richtung Osten weiterfährt, lohnt sich auch der Besuch eines thematisch ähnlichen Projektes. Der Baumpark Ratzeburg wird ein Landschaftspark im Süden der Stadt. Hier werden im Laufe der nächsten Jahre auf einer Fläche von 15 Hektar insgesamt 300 Bäume gepflanzt. Die Bäume werden von Bürgern gestiftet und nach einem Pflanzplan nicht mehr als 60 Stück pro Jahr gepflanzt. Auch dieses Projekt soll 2013 abgeschlossen sein und dem entstandenen Landschaftspark seine Gestalt für die nächsten 100 Jahren geben.

Östlicher Schwarzwald

15. November 2010

Zentrum der nord-östlichen Schwarzwaldes ist Freudenstadt. Die Residenzstadt wurde Anfang des 17. Jahrhunderts am Reißbrett in Form eines Mühlespiels entworfen. Von der Form kann man heute durch die Entwicklung der Stadt auch auf dem Satelitenbild nahezu nichts erkennen. Zentrum von Freudenstadt ist der größte Marktplatz Deutschlands. Diesen Anspruch erhebt zwar auch Heide in Holstein, aber letztlich ist es auch hier völlig egal, wer „den Größten“ hat. Freudenstadt eignet sich auch für einen Einkaufsbummel bei Regenwetter, denn um den Marktplatz herum sind Arkaden, die den Besucher trocken von Geschäft zu Geschäft gelangen lassen. Die durchgängig 6-sprachigen touristischen Webseiten von Freudenstadt lassen auf ein breites internationales Interesse schließen.

Wer in den Schwarzwald fährt, hat sicherlich etwas anderes im Sinn als eine Städtereise. Der Schwarzwald ist eines der deutschen Paradiese für Wanderer und Mountainbiker. Eine spezielle Form des Wanderns ist das Fastenwandern, das im Schwarzwald von Aloisia Schoenke angeboten wird.

Einer der kleineren Orte am Rand des Schwarzwaldes ist Glatt im Tal des gleichnamigen Flusses. Glatt gehört zur Stadt Sulz am Neckar und hat sich durch ein beeindruckendes ritterliches Wasserschloss entwickelt. Glatt ist gut geeignet als Ausgangsziel für verschiedene Wanderungen und Radtouren. Ein empfohlenes Wanderziel auf den Hügeln über Glatt ist der Hofladen mit Schnapsbrennerei der Familie Rapp (Oberhof).

Mit dem Hund an die Ostsee

20. September 2010

Als Hundebesitzer hat man es nicht leicht mit dem Vierbeiner Urlaub zu machen. Auch an der Ostsee verbauen viele Hürden den Weg zum perfekten Urlaub.

1. Urlaubsland hat Einreiseverbote bestimmter Hunderassen
Die Kampfhunddebatte ist stetig aktuell. Nahezu alle Urlaubsländer haben sogenannte Rasselisten, auf denen Verbote oder Einschränkungen für die Einreise „gefährlicher Rassen“ gelistet sind. Befindet sich der eigene Hund auf der Liste ist es schwer, trotz aller Papiere das Land beschwerdefrei zu bereisen.
In Dänemark sind die Bestimmungen für „Listenhunde“ sehr scharf, selbst als Tourist ist die Einreise bestimmter Rassen untersagt.
Als deutscher Hundebesitzer kann man solange man seinen Hund nach den eigenen Bundeslandsvorschriften entsprechend hält innerhalb Deutschland nahezu problemlos reisen.

2. Unterkunft muss hundefreundlich sein
Ist ein Land gefunden worden, ist die nächste Sorge die passende Unterkunft zu finden. Findet sich nichts, weichen viele Hundehalter auf sogenannte Tiersitter aus, oder Hundehotels, wo die Tiere über die Urlaubszeit des Herrchens betreut und versorgt werden. Aber schöner ist es, mit dem Hund zu verreisen. Da Hunde in Hotels oft nicht gerne gesehen sind, buchen viele Hundebesitzer Ferienhäuser. Die Häuser haben für sie den Vorteil dem Hund durch einen umzäunten Garten genügend Auslauf zu gewährleisten. Um mehr darüber zu erfahren, informiert man sich am Besten vorher im Internet.

3. Hundestrände und -wiesen
Was nützt der Urlaub, wenn der Hund im Haus bleiben muss. Auch in der Heimat ist der Hundebesitzer stets versucht seinen Hund überallhin mitzunehmen. Um die Masse der Touristen mit Hund zu befriedigen, hat fast jedes Urlaubsland neben dem normalen Strandbereich einen Hundestrand. Dänemarks Strände gelten als Paradies für Hunde, da zwar an vielen Stränden zur Hauptsaison Leinenzwang herrscht, es aber eine große Auswahl an großen Stränden gibt. Innerhalb Deutschlands ist das sehr verschieden. In Rügen wird die Hundefreundlichkeit als besonders groß beschrieben, in anderen Orten hingegen herrscht Leinen- und Maulkorbzwang.

Sind diese Probleme dann allerdings bewältigt, lassen sich an der Ostsee schöne Ferien mit dem eigenen Hund verbringen.

Golfurlaub in Deutschland

15. September 2010

Golf wird mittlerweile nicht nur in England und den USA sondern auch in Deutschland groß geschrieben. Der Golfsport hat in den letzten Jahren stark an Prominenz gewonnen und zieht so viele neue Mitglieder an. In Deutschland finden wir eine große Fülle an Golfplätzen, Golfclubs und Golfhotels.

Für den erfahrenen Golfliebhaber ist ein Golfurlaub natürlich ein absolutes Highlight. Diesen kann man in diversen Hotels aber auch in einer anderen Unterkunft buchen. Die Top-Adressen für einen Golf-Urlaub in Deutschland sind Hamburg, Thüringen, Bayern und Baden Württemberg, aber auch in vielen anderen Bundesländern lassen sich Golfhotels und Urlaubsangebote finden.

Gerade für Einsteiger sind die öffentlichen Golfplätze eine gute Wahl, da die Clubs meist recht hohe Gebühren verlangen um ihren Mitgliedern einen exklusiven Status zu verleihen. Voraussetzung für ein Spiel auf einem der Golfplätze ist allerdings die so genannte Platzreife. Diese erwirbt man durch einen Kurs und lernt so die Regeln des Golfens kennen. Sollte man mit dem Ausruf: „Fore!“ nichts anfangen können, kann der Besuch auf dem Golfplatz nämlich auch einmal schmerzhaft enden. Natürlich setzen die Clubs auch ein gewisses Maß an Etikette und Verständnis für die Gegebenheiten des Courses voraus. Nach Erlangen der Platzreife steht einem erfolgreichen Golferlebnis nichts mehr im Wege.

Keinohrhasen Theater

12. September 2010

Das Braunschweiger Theater am Altstadtmarkt ist mit seinem Theaterstück „Keinohrhasen“ (nach dem Film von und mit Til Schweiger) auf Tournee. Vom 15. März bis 17. April läuft die Komödie in Braunschweig. Vier Schauspieler mit insgesamt 10 Rollen haben die eher seichte Story in einer Inszenierung von Niklas Heinecke flüssig und kurzweilig auf die Bühne gebracht. Auch das Bühnenbild und die Soundeffekte haben überzeugt.

Bei uns in Oldenburg waren nur einige ältere Damen des üblichen Publikums im Alter zwischen 60 und 80 durch die teilweise etwas vulgäre Ausdrucksweise spürbar pikiert. So war es nach der Pause um einiges leerer im Saal. Umso bedauerlicher, dass nicht überhaupt mehr jüngere Leute den Weg ins Theater finden.

Brauereien besichtigen

10. September 2010

Franken liegt im nördlichen Bayern und ist aufgeteilt in biertrinkenden und einen weintrinkenden Teil. Im Fränkischen Bierland mit den Städten Nürnberg, Bamberg und Bayreuth locken mehr als 250 Brauereien. Die Gemeinde Aufseß in der fränkischen Schweiz steht als Gemeinde mit der größten Brauereidichte der Welt im Guiness-Buch der Rekorde. Durch die Gemeinde führt der Brauereienweg, der auf 13 Kilometern an allen Brauereien der Stadt vorbeiführt. Da es nur vier Brauereien sind, deren leckeres dunkles Landbier probiert werden darf, kann der Weg auch tatsächlich eine gemütliche Wanderung oder Radtour werden.

Wer Freunde in Franken hat, weiß, dass diese bei Besuchen gerne Bier als Gastgeschenk mitbringen. Der Eigennutz dabei ist häufig recht groß, denn ein Franke weiß den Geschmack eines handwerklich hergestellten Biers zu schätzen und lässt sich nur im Notfall mit der sonst üblichen „Industrieplörre“ abspeisen. Viele Brauereien in Franken brauen schon seit Jahrhunderten und viele auch nach wie vor nur für den Ausschank in der Brauereigaststätte. Bei einer Brauereibesichtigung lässt sich die Braukunst hautnah erleben. Ein Bierdiplom lässt sich in der Museumsbrauerei in Pottenstein erwerben.

Wen wundert es, dass die Franken auch mit Bier kochen. Da gibt es Bratensoße mit Dunkelbier oder Salatdressing mit Weissbier, als Dessert Krapfen aus Bierteig oder Malzbierzabaione und als Digestiv ein Bierschnaps. Bierschnaps gibt es als Klaren oder auch als bersteinfarbenen Frankenwhisky.

Ncoh etwas angenehmes an Franken ist das Preisniveau. Franken ist nicht unbedingt besonders durchgestylt, das hat aber erstens seinen absoluten Reiz und zweitens ist das Preisniveau deutlich niedriger als in anderen touristischen Hochburgen Deutschlands. Insbesondere gilt das für die Preise der Gastronomie.

Mobilheim

30. August 2010

Ein Mobilheim ist eine tolle Alternative für unabhängige Menschen, die gerne ein eigenes Ferienhaus möchten, aber keine Lust auf die Verantwortung haben, die mit einem Einfamilienhaus im Zusammenhang stehen. Ein Mobilheim ist schlicht gesagt nichts anderes als ein Container. Ein Mobilheim baut man nicht um, wenn es einem nicht mehr gefällt, man kauft sich ein neues. Das alte Mobilheim wird demontiert und recycelt. Die aktiven Mobilheim-Hersteller bringen damit quasi die Tütensuppe in den Hausbau. Das mag der Grund sein, warum die Wohnform Mobilheim so viele Freunde hat.

Entscheidend ist bei einem Mobilheim die Umgebung, in der es steht und die Qualität der Inneneinrichtung. Hier gibt es Hersteller von Mobilheimen, die sich viele Gedanken machen über optimale Ausnutzung des Raums, ein ansprechendes und funktionales Design oder auch durch besondere Energieersparnis ökologische Aspekte in den Vordergrund stellen.

Mobilheime stehen auf durch die Bauordnung explizit dafür ausgewiesenen Flächen. Meistens sind die Mobilheimplätze in Campingplätze integriert. Camper und Mobilheimfans haben eins gemeinsam: sie möchten ihre Freizeit unkompliziert und dicht an der Natur verbringen. Das geht zum Beispiel im Mobilheim an der Ostsee gut, aber nicht nur da.

Freizeit und Sport auf Usedom

30. August 2010

Ganz im Nordosten Deutschlands befindet sich – eigentlich im Widerspruch zu seiner geographischen Lage – Deutschlands Sonneninsel Usedom. Hier erwartet den Urlauber Sonne satt und ein einziger, schier endloser über 40 Kilometer langer und bis zu 60 Meter breiter feinkörniger Sandstrand, der ganz allmählich ins Meer abfällt. Abwechslung davon bietet die zwischen Bansin und Ückeritz und bei Koserow liegende imposante Steilküste, die die herrlichen Strandpromenaden, die weiß strahlende Bäderarchitektur und die imposanten Seebrücken wundervoll ergänzt.

Auf Usedom findet sich für jeden Anspruch und Geldbeutel eine passende Unterkunft. Zahlreiche, oft in unmittelbarer Strandnähe gelegene Campingplätze, Ferienwohnungen, Ferienhäuser und jede Art von Hotels, unter denen die Wellnesshotels in Heringsdorf, Bansin und Ahlbeck (den drei Kaiserbädern) besonders heraus ragen, bilden eine breite Angebotspalette.
Dabei bietet die Vielfalt der Wellnesshotelerie mit dem idealen Zusammenspiel von naturräumlichen und heilklimatischen Gegebenheiten, den weißen Sandstränden und dem idyllischen Achterland sowie von Bäderarchitektur und den kleinen, beschaulichen Orten eine besonders gefragte und beliebte Kategorie.

Bleiben wir zunächst am Strand. In den bereits erwähnten Kaiserbädern ragen die mit ihrem hölzernen Pavillon geschmückte, über 100-jährige Seebrücke in Ahlbeck und die mit 508 Metern längste Seebrücke Kontinentaleuropas in Heringsdorf, auf der es sich wunderbar shoppen lässt, heraus. In Bansin erwarten den Urlauber Palmen und exotische Tiere in einem ganzjährig geöffneten Tropenhaus.
Am Strand können hier wie auch in den sogenannten Bernsteinbädern, zu denen Koserow und Ückeritz gehören, oder auch im Ostseebad Zinnowitz die Windsportarten Segeln, Surfen oder Kiten erlernt oder ausgeübt werden. Und mit ein wenig Glück lässt sich vor allem nach stürmischen Tagen hier ein Stückchen des begehrten fossilen Harzes finden, das unter dem Namen Bernstein wohl jedem bekannt sein dürfte. Neben den genannten Sportarten erfreut sich auch der Golfsport auf Usedom einer großen Beliebtheit. Im Hinterland der Kaiserbäder steht fürs Golfen dann auch ein 27 Loch Platz zur Verfügung. Weniger gemächlich geht es hingegen im Kletterwald Pudagla bei Ückeritz zu. Auf Parcours mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad kommen Kletterfreunde voll auf ihre Kosten kommen.
An der Seebrücke von Zinnowitz bietet eine moderne Tauchgondel eine besondere Attraktion, indem sie mutigen Urlaubern einen Besuch auf dem Meeresgrund gestattet.

Falls das Wetter mal nicht zum Verweilen am Strand Usedoms einlädt, kann in die Ostseetherme der Kaiserbäder oder die Bernsteintherme Zinnowitz ausgewichen werden. Zahlreiche Rad- und Wanderwege führen dagegen in malerische Dörfer und zu beschaulichen Flecken in der hügeligen Usedomer Landschaft. Hier, im sogenannten Achterland, lassen sich beispielsweise hinter reetgedeckten Häusern am Ortsrand des Bansiner Ortsteils Sellin am Ufer des fischreichen Schmollensees die über dem Wasser kreisenden Adler beobachten, lädt der Botanische Garten in Mellenthin zu einem Exkurs durch die Welt der über 1000 heimischen Pflanzen ein oder kann das Wisentgehege in Prätenow besucht werden.

Nicht ganz so bekannt, aber nicht weniger interessant wie der größte Teil von Deutschlands zweitgrößter Insel, ist ihr nördlicher Bereich mit den Orten Trassenheide, Karlshagen und Peenemünde. Während in Trassenheide eine große Schmetterlingsfarm und Deutschlands einziges auf dem Kopf stehende Haus auf Besucher warten, bieten sowohl das Technik- als auch das Puppenmuseum in Peenemünde Einblicke in zwei völlig gegensätzliche Welten. Hier kann auch das größte konventionelle U-Boot der Welt von innen besichtigt werden.

Abschließend sei noch auf die verschiedenen Möglichkeiten und Ziele hingewiesen, die bei einer romantischen Schifffahrt rund um die Insel Usedom erkundet werden können. Eine Segeltour mit dem Segelschoner „Weiße Düne“ zählt dabei sicher zu den Höhepunkten. Wer dagegen bei einem unserer Nachbarn vorbei schauen möchte, der kann die im Osten der Insel Usedom zu Polen gehörende Stadt Swinemünde sogar zu Fuß erreichen.

Westernurlaub

26. Juni 2010

Urlaub auf einer Ranch ist in Amerika auch als „Working Holidays“ beliebt. Aber auch in Deutschland kann man Westernflair erleben. Das geht von Westernstädten wie Pullman City im Harz oder Bayerischen Wald über die Karl May Spiele in Bad Segeberg oder das Museum der Karl May Stiftung in Radebeul bis zum Urlaub auf einer authentischen Ranch in Brandenburg zwischen Hamburg und Berlin.

Bildquelle westernreiten.tv

Die Quarterhorse Ranch ist ein Ferienhof im Western- und Landhausstil. Gewohnt wird hier in komfortablen auhentischen Ranchhäusern oder günstig im Adventurecamp in geräumigen Zelten. Neu seit Juni 2010 sind 5 hochwertige und komplett ausgestattete Blockhäuser im gehobenen Segment. Natürlich gehört auch Westernreiten zum Westernurlaub dazu.

Wenn das Konzept gemäß der Beschreibung auf den Webseiten konsequent verfolgt wird, entspricht das genau dem Reisetrend authentischer Urlaub. Ich werde auf meiner nächsten Reise nach Berlin einen Zwischenstopp einlegen.

Schmetterlinge – Funkelnde Juwelen unserer Wiesen und Wälder

16. Juni 2010

Unsere farbenfrohen Schmetterlinge sind beliebte Fotomotive im Urlaub, beim Wandern und Spazierengehen – aber wie lange noch?

Flügelt ein kleiner blauer
Falter vom Winde geweht,
Ein perlmutterner Schauer
Glitzert, flimmert, vergeht.

So mit Augenblicksblinken,
So im Vorüberweh’n,
Sah ich das Glück mir winken,
Glitzern, flimmern, vergeh’n …

– Hermann Hesse –

Schmetterlinge begegnen uns überall dort, wo die Natur noch einigermassen intakt ist. Also vorwiegend am Wochendende oder im Urlaub, beim Wandern oder auf einem Spaziergang draussen an der frischen Luft, denn wo sucht der moderne Mensch Ruhe und Erholung, wo kann man besser Abschalten als in der freien Natur, in unverbauter, lieblicher Landschaft?

Der Admiral (vanessa atalanta) und seine Raupe
Der Admiral (vanessa atalanta) und seine Raupe

Auf Reisen in den Süden sind sie allgegenwärtig, im Mittelmeerraum teilweise sogar das ganze Jahr über. Beim Urlaub im Ferienhaus in der Toskana oder der Provence, in Spanien oder Griechenland hat jeder, der mit offenen Augen durchs Gelände streift, Gelegenheit, Schmetterlinge zu beobachten und, mit etwas Geduld, auch zu fotografieren.

Ausgesprochene Schmetterlings-Fans bevorzugen deshalb die Mittelmeerländer, unser heisser Tipp für Freunde der Entomologie ist die Sierra de Cazorla in Andalusien. Hier haben Sie alle Ihre Fotomodelle direkt vor der Haustür, und fachkundige Beratung und Führung (vom Autor dieses Beitrags) obendrein.

Aber auch in Deutschland finden wir sie noch, selbst im hohen Norden, beispielsweise bei unseren Freunden an der Ostsee in der alten Kulturlandschaft zwischen Kiel und Lübeck, im Naturpark der Holsteinischen Schweiz mit ihren Seen und ausgedehnten Wäldern. Denn hier ist die Welt noch in Ordnung und die liebliche, sanft hügelige Landschaft lädt Wanderfreunde zu so manchem erholsamen Ausflug ein.

Oft werden sie ganz einfach übersehen, diese kleinen, munteren Falter, winzige Farbkleckse in der bunten Sommerwiese. Dabei funkeln sie in der Vormittagssonne mit den letzten Tautropfen um die Wette, prächtig schillernd in ihrem bunten Farbenkleid.

Bedrohte Kostbarkeiten: Schwalbenschwanz

Bedrohte Kostbarkeiten: Schwalbenschwanz

Schmetterlinge haben seit alters her die Menschen fasziniert. Wer könnte sich denn auch dem Zauber entziehen, den ihre Anmut und Schönheit auf uns ausübt, ihre schier grenzenlose Vielfalt in Form und Farbe, der gaukelnde, scheinbar schwerelose Flug über der blumenübersäten Frühlingswiese?

Doch sind unsere Schmetterlinge nicht nur jene unsteten, flatterhaften Gesellen, die wir von Wanderungen und Spaziergängen durch die Natur her kennen, Sinnbilder eines sorglosen Lebens im hellen Sonnenschein – eines Lebens, scheinbar frei von allen Pflichten und Zwängen, um das wir sie so oft beneiden. Vielmehr haben auch die farbenprächtigen Falter, wie jedes Tier und jede Pflanze, jedes Sandkorn und jeder Wassertropfen, so klein und unscheinbar sie auch immer sein mögen, in dem wundersamen System der Natur ihren festen Platz und ihre, ich bin fast versucht zu sagen: fest umrissenen, Aufgaben.

Denn ihr verborgenes Leben als Raupe besteht vor allem aus Fressen – und so sorgen sie dafür, dass bestimmte Pflanzenarten nicht überhand nehmen. So wie für uns Menschen für bzw. gegen alles irgendein Kraut gewachsen ist, so gibt es für fast jede Pflanze auch ein Tier, das sich von ihr ernährt, sie dementsprechend dezimiert und somit seinen Teil beiträgt zu einem ausgewogenen Haushalt in der Natur.

Einige unserer Schmetterlinge sind regelrechte Allerwelts-Falter, die man noch so gut wie überall antreffen kann. Die Raupen beispielsweise von Pfauenauge, Kleiner Fuchs, Distelfalter oder Admiral leben überwiegend an und von der Brennessel, und daran herrscht ja nun wahrlich kein Mangel.

Grosser Schillerfalter

Grosser Schillerfalter

Andere überleben, weil ihnen eine recht umfangreiche Speisekarte zur Auswahl steht. Wenn sie die angestammte Futterpflanze nicht mehr vorfinden, sind sie, innerhalb gewisser Grenzen, in der Lage umzusteigen auf ähnliche, meist nahe verwandte Kräuterarten, Sträucher oder Bäume.

Extrem schwer dagegen haben es die sog. Nahrungs-Spezialisten, die auf ganz bestimmte Futterpflanzen angewiesen sind, die in einer von Menschenhand gesäuberten Kulturlandschaft einfach nicht mehr vorkommen. Damit verschwinden auch die Falter von der Bildfläche – und so manche Art verabschiedet sich auf Nimmerwiedersehen. Der gesetzliche Schutz bedrohter Arten nützt unseren Schmetterlingen dabei leider herzlich wenig, solange den Tieren auch weiterhin, mit Wissen und Duldung staatlicher Stellen, die Lebensgrundlage entzogen wird.

Ursachen für den rapiden Rückgang mancher Arten sind: in der Land- und Forst- Wirtschaft die Überdüngung und der masslose Einsatz sogenannter „Pflanzenschutzmittel“, sowie das Anlegen immer grösserer steriler Monokulturen, die Begradigung von Bächen und Flüssen, Trockenlegung von Feuchtgebieten und das Beseitigen „störenden Gestrüppes“ an Wald- und Ackkerrändern. Hinzu kommt noch die Ausweitung von Städten und Industrieanlagen, der Strassen- und Autobahnbau sowie die allgemeine rücksichtslose Umweltverschmutzung. Mit anderen Worten: durch das grossflächige Zerstören ihrer angestammten, natürlichen Lebensräume werden unsere Schmetterlinge immer seltener. Und das in erschreckendem Tempo.

Schwarzer Apollo

Schwarzer Apollo

Auch die Lebensweise der Schmetterlinge ist von Art zu Art sehr unterschiedlich. Manche sind eng an einen bestimmten Standort gebunden, andere bewohnen ein mitunter sehr grosses Gebiet. Wieder andere legen sogar tausende von Kilometern zurück und wandern alljährlich aus südlichen Gefilden bei uns ein, einige gar bis hoch nach Skandinavien.

Die einen bevorzugen offenes Gelände, wie von Gebüsch umsäumte Wiesen, die anderen sind reine Waldbewohner. So manchen Schmetterling findet man nur in tieferen bis mittleren Lagen, die Apollo-Falter (parnassius- Arten) dagegen bevölkern ausschliesslich höhere Gebirge, alpine Matten und Täler, teilweise bis knapp unterhalb der Schneegrenze.

Urlaub für Wanderer und Naturfreunde

Fachliches Wissen zur Tier- und Pflanzenwelt im Naturpark Sierras de Cazorla Segura y Las Villas bieten wir unseren Gästen ebenso wie ein entspanntes, angenehmes Ambiente zum Erholen und Relaxen auf unserer Finca mitten in der Bergwildnis von Andalusien. Auf Wunsch auch geführte Wanderungen und Exkursionen in die Umgebung. Schmetterlings-Jäger sollten dabei die abschliessende Bemerkung beachten:

Das Fangen und Sammeln von Schmetterlingen, früher mal ein beliebter Sport schon für kleine Buben, ist in unserer Zeit, in der so manche Art ums nackte Überleben kämpft, nur noch für rein wissenschaftliche Zwecke zu vertreten. Und auch das nur unter Vorbehalt. Um die Sammlerleidenschaft, die ja auf die eine oder andere Art wohl in jedem von uns steckt, zu befriedigen, greift der verantwortungsbewusste Naturfreund heutzutage besser zur Kamera. Bei solch hektischen Gesellen wie den Schmetterlingen erfordert das zwar Geduld und eine gewisse Übung, aber ein gelungenes Foto in all seiner Lebendigkeit belohnt uns für die Ausdauer – und vermittelt uns weit mehr als der traurige Anblick aufgespiesster Schmetterlinge hinter Glas.

Rolf Möhring, Ferienhaus Adlernest, Sierra de Las Villas / Andalusien

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