Schwarzwald

Östlicher Schwarzwald

15. November 2010

Zentrum der nord-östlichen Schwarzwaldes ist Freudenstadt. Die Residenzstadt wurde Anfang des 17. Jahrhunderts am Reißbrett in Form eines Mühlespiels entworfen. Von der Form kann man heute durch die Entwicklung der Stadt auch auf dem Satelitenbild nahezu nichts erkennen. Zentrum von Freudenstadt ist der größte Marktplatz Deutschlands. Diesen Anspruch erhebt zwar auch Heide in Holstein, aber letztlich ist es auch hier völlig egal, wer „den Größten“ hat. Freudenstadt eignet sich auch für einen Einkaufsbummel bei Regenwetter, denn um den Marktplatz herum sind Arkaden, die den Besucher trocken von Geschäft zu Geschäft gelangen lassen. Die durchgängig 6-sprachigen touristischen Webseiten von Freudenstadt lassen auf ein breites internationales Interesse schließen.

Wer in den Schwarzwald fährt, hat sicherlich etwas anderes im Sinn als eine Städtereise. Der Schwarzwald ist eines der deutschen Paradiese für Wanderer und Mountainbiker. Eine spezielle Form des Wanderns ist das Fastenwandern, das im Schwarzwald von Aloisia Schoenke angeboten wird.

Einer der kleineren Orte am Rand des Schwarzwaldes ist Glatt im Tal des gleichnamigen Flusses. Glatt gehört zur Stadt Sulz am Neckar und hat sich durch ein beeindruckendes ritterliches Wasserschloss entwickelt. Glatt ist gut geeignet als Ausgangsziel für verschiedene Wanderungen und Radtouren. Ein empfohlenes Wanderziel auf den Hügeln über Glatt ist der Hofladen mit Schnapsbrennerei der Familie Rapp (Oberhof).

Restaurant Tübingen

11. November 2009

Ich kenne nicht viele Restaurants in Tübingen. Unser Besuch in der Kelter war eher Zufall. „Hier können wir doch mal reingehen“, dachten wir uns ohne Hintergedanken. Somit ist dieser Bericht auch nichts anderes als eine Momentaufnahme.

Von außen ist das Gebäude ein Fachwerkhaus, von innen nahezu vollständig entkernt offenbart sich eine große Halle, in die geschmackvoll mit Holz eine Etage wie eine Brücke eingezogen wurde. Das Mobiliar ist robust, wirkt alles insgesamt recht neu. Eine bezaubernde Architektur macht aber noch kein gutes Restaurant.

Was die Kelter zu einem guten Restaurant in Tübingen macht: die Karte ist abwechslungsreich, zu jedem Gericht gibt es eine konkrete Weinempfehlung. Der Service war aufmerksam und scheinbar von Herzen freundlich und offen. Die Karte lässt auch vegetarische Herzen höher schlagen und es gibt auf der Dessertkarte mehr als Eis. Die Küche erlaubt Einblicke und man kann sehen und schmecken, dass auch die Köche mit Spass an der Arbeit sind. Positiv ist, dass die Karte wöchentlich wechselt und stark von saisonalen Aspekten abhängig ist. Eigentlich auch eine Selbstverständlichkeit für ein Restaurant, wo noch richtig gekocht wird.

Die sind aber zumindest in einigen Gegenden in Deutschland anscheinend vom Aussterben bedroht. Zumindest gilt das für Restaurants, die ihre Leistungen zu normalen Preisen anbieten. Auch das gilt für die Kelter in Tübingen.

Schwarzwald und Hotzenwald

10. November 2009

Der Schwarzwald ist die staubige Destination für Nostalgiker und Fans der 1970er Jahre. Das ist sicherlich eines der Vorurteile des Mittelgebirges im Dreiländereck Deutschland – Frankreich – Schweiz.

Der Schwarzwald ist das richtige Reiseziel für Menschen, die sich auskennen und gut Mountainbike fahren können. Ist sicherlich auch richtig. Wandern geht natürlich auch. Einer der erfahrensten Anbieter Deutschlands für Fastenwandern ist die Klink Friedborn bei Bad Säckingen im Hotzenwald (Süd-Schwarzwald). Als Wintersportziel ist der Schwarzwald natürlich ebenso gut geeignet. In Friedborn wird im Winter übrigens mit Schneeschuhen gewandert, auch das ein besonderes Erlebnis.

Zumindest gefühlt gehört die Region „Kaiserstuhl“ noch zum Schwarzwald. Dies ist eine schöne Weingegend mit guter Gastronomie und Einkaufsmöglichkeiten direkt beim Winzer. Von hier lohnt sich für Freunde des Weins auch ein Abstecher ins französische Alsace.

Ein guter Ausgangspunkt bzw. Anschlussziel für die Reise in den Schwarzwald ist Freiburg im Breisgau. Gute Gastronomie, ein ansprechendes Kulturangebot und die Internationalität einer Universitätsstadt machen Freiburg zu einem guten Ziel für eine Städtereise. Für Freunde alternativer Hotellerie ist das Black Forest Hostel in der Nähe der Altstadt eine Empfehlung wert.

Sehenswert ist die historische Altstadt mit aufwändigem Kieselstein-Mosaik auf den Fußwegen und einer historischen, offenen Oberflächenentwässerung, den Freiburger Bächle. Hier sollte man sich vorsehen, denn wenn man in einen der Kanäle tritt hat man nicht nur nasse Füsse, sondern muss eine/n Freiburger/rin heiraten.